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Urteil des Bundesverfassungsgerichts

 

Wer die Selbstheilungskräfte eines Patienten durch Handauflegen (Reiki, Energieübertragung, Geistheilung u.ä.) aktiviert und dabei keine Diagnosen stellt, benötigt keine Heilpraktikererlaubnis. 

Am 02.03.2004 hat das Bundesverfassungsgericht unter dem Aktenzeichen (AZ: 1 BvR 784/03) entschieden, dass Reiki, Energieübertragung, Geistheilung oder ähnliche Verfahren keine erlaubnispflichtige Tätigkeit im Sinne des HPG (Heilpraktikergesetz) darstellt, so lange der Behandler/Heiler seine Patienten vor der Behandlung schriftlich darauf hinweist, dass seine Tätigkeit die Arbeit eines Arztes oder eines Arztbesuches nicht ersetzt und diese auch keine Diagnosen stellt. Dieser Hinweis kann in Form eines Merk- oder Infoblattes erfolgen oder als gut sichtbarer Aushang im Behandlungszimmer oder auf der Homepage des Behandlers.

 

Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf

Ein weiteres Urteil ist durch das Verwaltungsgericht Düsseldorf am 30. Juni 2011 ergangen unter dem Aktenzeichen(AZ: 7 L 589/11).  Hierin wurde entschieden, dass die Entscheidung des Landkreises Mettmann - einem Behandler wegen Untersagung der Heilkundeausübung REIKI  Zwangsmittel anzudrohen - abgelehnt wurde.

Auch der Umstand, dass auch von dem spirituellen Heiler Genesung erwartet wird und dieser den Behandelten heilen möchte, rechtfertigt daher nicht die Annahme, es liege eine Heilbehandlung im Sinne des § 1 Abs. 2 HeilprG vor.